Versand innerhalb von 24 Stunden
30 Tage Rückgaberecht

Bikepacking Zelte für deine Fahrradtour - worauf musst du achten?

In der freien Natur zu übernachten ist ein ganz besonderes Erlebnis. Es gibt viele Möglichkeiten, wie und wo du übernachten kannst. Jede einzelne bietet Vor- und Nachteile. Einige sind besonders für trockene Sommertage geeignet, andere auch für kalte, verschneite Winternächte. In diesem Artikel fokussieren wir uns auf die beliebteste Übarnachtungsart auf Radreisen: das Zelt.

Ein passendes Bikepacking Zelt mit der zugehörigen Outdoor Ausrüstung zu finden ist schwierig. Zu sehr unterscheiden sich die Anforderungen und eigenen Ansprüche. Möchtest du wild oder auf einem Campingplatz zelten, dann erfährst du hier, worauf du achten musst. Wir zeigen dir, womit wir gute Erfahrungen machen konnten und hoffen, dir einige Anregungen für deinen eigenen Trip geben zu können.

Worauf muss ich achten bei einem Zelt für Fahrradtouren?

Der eine möchte gerne lange Touren machen, somit auch für einen langen Zeitraum das Zelt sein Zuhause nennen. Andere möchten es leicht, klein und Kompakt um möglichst lange Fahrradtouren in kurzer Zeit hinter sich zu bringen. Einige mögen es eher eng und kuschelig, andere möchten nicht auf etwas Raumangebot verzichten.

Grundsätzlich solltest du darauf achten, so wenig wie möglich aber so viel wie nötig mitzunehmen. Das gilt auch für das Zelt. Jeder Ausrüstungsgegenstand bedeutet mehr Gewicht und somit weniger Platz. Zusätzlich kann es dafür sorgen, dass der Luftwiderstand steigt.

Wie man es auch dreht und wendet: mehr Gewicht = mehr Kraft die du aufwenden musst.

Radreise Zelte und was sie können müssen

Für deine Radreise Zelte zu finden und dieses mit der passenden Outdoor Ausrüstung zu ergänzen, kann ein langwieriger Prozess sein. Es gibt viele Form-, Farb-, Gewichst- oder Größenunterschieden. Achte immer darauf, dass die Ausrüstung zu deiner Reise passt.

Für eine Radreise sollte bei Zelten folgende Kriterien beachtet werden:

  • Niedriges Gewicht
  • Kleines Pack Maß
  • Robustheit (du übernachtest möglicherweise in Wäldern, da kann schon mal ein Ast auf das Zelt fallen)
  • Windstabilität (für stürmische Nächte)
  • Unauffällige Farbe (wenn du wild zeltest möchtest du möglichst nicht auffallen)
  • Leichter Aufbau (Es kann vorkommen, dass es schon dunkel ist, wenn du dein Zelt aufbaust)
  • Ausreichend Platz im Innenbereich

Stelle dir vor dem Zelt-Kauf folgende Fragen:

  • Benötige ich mein Zelt nur für kurze Reisen über ein paar Wochen im Jahr oder will ich ein extrem robustes Zelt für eine lange Radreise?
  • Reise ich nur im Sommer, wenn es wärmer ist oder auch im Herbst/Winter, wenn das Wetter schlechter wird?
  • Habe ich einen Reisebuddy oder bin ich alleine Unterwegs?
  • Reise ich mit viel Gepäck und benötige dementsprechend mehr Stauraum oder bin ich Minimalist und habe nur wenige Gepäck am Rad?
  • Werde ich auf Campingplätzen übernachten oder gehe ich Wildcampen?
  • Wie groß ist mein Budget und welches Zelt bietet mir ein gutes Preis- Leistungsverhältnis?

Zelte-fuer-Fahrradtour

Ein- und Zweiwandig – die Aufbauart

Wie der Name schon sagt, besteht ein einwandiges Zelt nur aus einer Wand. Das bedeutet, dass man in diesen Zelten weniger gut vor Witterung, Insekten und Schmutz geschützt ist. Zudem kommt es zu direktem Kontakt mit Kondenswasser an der Zelt-Wand.

Ein Zweiwand Zelt oder doppelwandiges Zelt bietet einige Vorteile. Das Innenzelt besteht meist aus einem Fliegengitter, welches vor Insekten schützt. Zudem übernimmt das Außenzelt den Schutz vor der Witterung und die Belüftung. Auch vor Kondenswasser ist man besser geschützt, da sich dieses am Außenzelt festsetzt.

Zu beachten ist, dass ein doppelwandiges Zelt einige Gramm schwerer ist, was bei ultraleicht Reisenden schnell ein Ausschlusskriterium ist. Zudem verliert man pro Zeltseite ca. 5cm Platz durch das Außenzelt. Für die Meisten Radreisenden sollten diese Punkte aber kein Ausschlusskriterium sein, da die Vorteile überwiegen. Nur für Bikepacker, bei denen es um jedes Gramm geht, ist ein Einwandzelt eine echte Alternative.

Bei zweiwandigen Zelten können Innen- und Außenzelt in der Regel getrennt voneinander aufgebaut werden. Das ergibt weitere Vorteile:

Aufbau des Außenzelts ohne Innenzelt

Diese Art des Aufbaus bietet sich besonders in Gebieten an, die trocken sind und in denen es keine Insekten gibt. Das Außenzelt kann außerdem als Tarp verwendet werden.

Aufbau des Innenzelts ohne das Außenzelt

In lauen Sommernächten bietet sich dieser Aufbau an. Wenn kein Regen zu erwarten ist, benötigt es auch keinen Schutz vor diesem. Außerdem kann man diese Art des Aufbaus verwenden, wenn man sich unter deinem Vordach oder in einer Schutzhütte befindet. Ein besonderer Vorteil ist, dass das Fliegengitter vor Insektenschützt, man dennoch einen Blick auf den Sternenhimmel hat. Auch die Durchlüftung ist wesentlich besser. Zeltet man auf offener Fläche, kann sich das Zelt schnell aufheizen, sobald die Sonne aufgegangen ist. Auch das ist nicht der Fall, wenn nur das Innenzelt aufgebaut ist.

Freistehend oder zum abspannen?

Freistehende Zelte benötigen keine extra Heringe. Sie müssen also nicht extra abgespannt werden und stehen von selbst, alleine durch die Spannung der Zeltstangen. Um sie vor dem wegfliegen zu schützen, bietet sich ein zusätzliches Abspannen mittels Zeltschüren und/oder Heringen an. Die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie sind sogenannten Kuppelzelte oder Geodätzelte.

Mache dir vor deiner Reise ein wenig Gedanken über die Beschaffenheit der Untergründe auf denen du übernachten wirst. Ist der Boden zu steinig, zu hart oder zu weich, dann wirst du mit Heringen nicht weit kommen. Jeder hatte schon einmal Probleme mit zu dünnen Heringen, welche verbogen sind, sobald sie den Boden berührt haben. In solchen Fällen ist ein freistehendes Zelt Gold wert. Zusätzlich spart es Arbeit und Zeit, was besonders bei Regen oder nach einer langen Etappe seine Vorteile hat.

Für gewöhnlich sind freistehende Zelte ca. 200 Gramm schwerer als Zelte zum abspannen.

Welches Gewicht darf mein Zelt haben?

Selbstverständlich sollte ein gutes Zelt so wenig wie möglich wiegen. Wie bereits zu Beginn erwähnt, können selbst 200 Gramm einen Unterschied machen, wenn du eine 200 Kilometer Etappe mit vielen Höhenmetern vor dir hast. Mit weniger Gewicht kommst du schneller und einfacher voran.

Ist es dir egal, dass du das Fahrrad gelegentlich schieben musst oder wirst du nur auf flachen Strecken unterwegs sein, dann brauchst du keine große Rücksicht auf das Gewicht zu legen.

Welches Packmaß ist zu empfehlen?

Das Ideale Zelt für deine Fahrradtour hat ein möglichst kleines Packmaß. Es sollte so wenig Platz wie möglich in Anspruch nehmen und dennoch über alle wichtigen Merkmale verfügen. Bei Radreisen sind der Knackpunkt für das Zelt-Packmaß meistens die Zeltstangen, da sie die längsten Gegenstände sind. Gerade freistehende Zelte haben häufig längere Zeltstangen. Die einfachste Lösung, welche wir selbst praktizieren, ist das verstauen der Zeltstangen mittig auf dem Gepäckträger. Dabei ist es kein Problem, wenn sie nach hinten etwas herausragen.

Schwieriger wird das beim Bikepacking. Klassischerweise verfügt ein Bikepacking Fahrrad über keinen Gepäckträger. Das ideale Bikepacking Zelt findet deshalb, dank seines geringen Packmaßes, in der Lenkerrolle oder der Rahmentasche Platz. Spezielle Zelte mit besonders kurzen Zeltstangen werden von einigen Herstellern bereits angeboten.

Die Haltbarkeit eines Zeltes

Wie robust das Zelt sein muss hängt auch hier wieder von der Länge deiner Reise, deiner Sorgfalt und den Orten an denen du Campst ab. Du möchtest schließlich lange Freude am Campen haben oder? Auf langen Radreisen ist das Zelt ein klassischer Verbrauchsgegenstand, der regelmäßig gewartet werden muss. Heringe, Zeltstangen, Zeltschnüre - All diese Gegenstände verschleißen mit der Zeit. Je nach Qualität früher oder später. Deshalb kannst du bereits beim Kauf darauf achten, ob Ersatzteile mit dabei sind.

Häufige Fehlerquellen sind: Reißverschlüsse die nicht mehr richtig funktionieren Fliegengitter die reißen Zeltstangen und Heringe die verbiegen Zeltschnüre die reißen Unterboden der wasserdurchlässig wird UV-Strahlen bleichen das Außenzelt aus Das sind nur einige Punkte, die du regelmäßig kontrollieren solltest um lange Spaß an deinem Zelt zu haben.

Zelt-fuer-Fahrradreise

Die Zelt Stabilität

Welchen Witterungsbedingungen wird dein Zelt ausgesetzt sein und hält es diesen Stand? Diese Frage musst du dir dringend stellen, denn stürmisches oder regnerisches Wetter gibt es häufiger als du vielleicht denkst. Für gewöhnlich schlafen wir in geschützten Wohnungen und bekommen nichts mit. Im Zelt bist du jedem Windstoß und jedem Regenschauer ausgesetzt. Entsprechend stabil muss dein Zelt sein.

Gerade bei langen Radreisen wirst du eine große Bandbreite an Witterung mitmachen. Sei es ein Gewitter oder Sturmböen. Manche Regionen sind zudem bekannt für ihr unberechenbares und raues Wetter. Mach dich vorher Schlau und suche dir ein Zelt, das als das aushält.

Zwei Faktoren beeinflussen die Stabilität eines Zelts:

Einfluss der Zelt-Bauart auf die Stabilität

Besonders stabil durch ihre Bauart sind Geodät- oder Tunnelzelte. Diese trotz dem windigen Wetter hervorragend. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie korrekt abgespannt sind und das Material in einem guten Zustand ist. Bei diesen Zelten spielt auch die Richtung eine Rolle, in der sie aufgestellt sind. Da die Zelte eine tunnelähnliche Form haben, sollten sie in Windrichtung aufgebaut sein, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Deshalb empfehlen wir auch keine Firstszelte, also Zelte die in Keilform gestaltet sind. Diese sind besonders anfällig bei starken Windböen.

Einfluss des Zelt-Gewichts auf die Stabilität

Dass ein leichtes- oder ultraleichtes Zelt nicht die Stabilität hat, die ein schwereres Zelt bietet, sollte klar sein. Das Gewicht drückt das Zelt nach unten und sorgt somit für mehr Windfestigkeit. Ist das Zelt zudem abgespannt und nicht freistehend, sorgt das für weitere Stabilität.

Platzangebot im Zeltinneren

Im Optimalfall bietet das Zeltinnere ausreichend Platz für dich, deinen Reisebuddy (wenn ihr zu zweit unterwegs seid) und das gesamte Material. Ein Zelt sollte ausreichend Platz bieten für Schlafsachen wie Isomatte, Schlafsack und alle weiteren Schlafsachen. Bestenfalls hast du ausreichend Platz um deine Ausrüstung aus- und umzupacken, zu arbeiten, spielen, dich umzuziehen oder Gäste einzuladen.

Die Größe des Zeltes ist im Idealfall angepasst auf die Ausrüstung. Ein Zelt für eine Radreise bietet demensprechend mehr Platz, da du neben Schlafsack und Isomatte auch noch alle deine Taschen unterbringen musst. Im Gegensatz dazu benötigst du auf einer Bikepacking Tour Platz für deinen Rucksack und/oder die Satteltasche.

Platzangebot außerhalb des Zeltes: Apsis

Findest du es unangenehm, dein ganzes Material mit im Zelt zu haben? Gerade nach einer Tour durch Regen, wenn alles nass ist und stinkt? Dann achte bei der Zeltauswahl darauf, dass du dein Equipment außerhalb des Zeltes und dennoch Sicher verstauen kannst. Dein Fahrrad muss aus Platzgründen, meistens draußen bleiben, denn niemand fährt mit einem so großen Zelt auf Fahrradtour. Doch viele Zelte verfügen über eine Apsis, also ein kleines Vorzelt. Dort kannst du deine Ausrüstung (z.B. zum Trocknen) unterbringen. In der Apsis hast du auch optimal Platz für deine Schuhe oder zum Kochen.

Gerade moderne Zelte bieten die Möglichkeit, die Apsis durch entsprechendes Abspannen in der Größe zu verändern. Wenn die Apsis korrekt abgespannt ist, bekommt deine Ausrüstung, auch bei mittelstarkem Regen, kaum Wasser ab.

Gut getarnt dank passender Zeltfarbe

Möchtest du auf Zeltplätzen übernachten, dann such dir eine Zeltfarbe aus, die dir gefällt. Diese ist dann nämlich nicht wirklich wichtig. Möchtest du aber Wildcampen, dann spielt die Farbe deines Zeltes eine wichtige Rolle. Denn Wildcampen ist in Deutschland verboten, du solltest dich also nicht erwischen lassen. Eine unauffällige Farbe hilft dir dabei. Idealerweise hat dein Zelt eine Farbe, die sich, wie ein Chamäleon, an die Umgebung anpasst.

Wähle die Farbe deines Zeltes gemäß der Umgebung in der du dich bewegen möchtest. Bist du in Waldgebieten unterwegs, dann verwende ein dunkles Grün, Dunkelbraun oder Camouflage Muster. Im Hochgebirge solltest du auf Grau, Rot oder Hellbraun setzen. Diese Farben eignen sich auch in Wüstenregionen. Somit kann das Zelt nicht so schnell entdeckt werden und du bist etwas sicherer in deinem Versteck.

Wetterbeständigkeit - Schutz bei jedem Wetter

Gute Zelte halten im inneren dicht und bleiben trocken. Dabei sollte es egal sein, ob es nur nieselt oder ob es wie aus Eimern schüttet. Auch bei Überschwemmungen sollte ein Zelt nicht direkt volllaufen. Der wasserfeste Boden sollte also möglichst einige Zentimeter nach oben ragen. Mache dir Gedanken ob eine solche Wettersituation auf dich zukommen könnte.

Was kann die Wetterbeständigkeit deines Zeltes erhöhen?

Bodenplane (Footprint)

Einen sogenannten Footprint gibt es in vielen Fällen als Zubehör zum Zelt. Diese Bodenplanen sind teilweise auch schon im Lieferumfang enthalten. Sie werden vor dem Aufbau des Zeltes als Unterlage ausgelegt. Ein Footprint erhöht die Wasserfestigkeit des Zeltbodens. Zusätzlich schützt er vor Abnutzung und sorgt für eine längere Haltbarkeit. Um nicht nur den Zeltboden, sondern auch den Platz im Vorzelt zu schützen, gibt es besonders große Bodenplanen. Somit bleibt auch dort die Ausrüstung trocken

Anpassbares Außenzelt

Einige Zelte sind so flexibel, dass sich das Außenzelt tief nach unten ziehen lässt. Bei guten Wetter können die Seitenwände also oben bleiben, um für eine angenehme Luftzirkulation zu sorgen, bei Regenwetter wird sie nach unten gespannt, um vor Regenspritzen zu schützen.

Gut durchlüftet = gut geschlafen

Wichtig für einen erholsamen und ruhigen Schlaf ist die Durchlüftung. Achte beim Kauf darauf, dass ausreichend Möglichkeiten geboten werden, die Luft im inneren zirkulieren zu lassen. Dieser Aspekt wird beim Kauf eines Zeltes für Fahrradtouren häufig vernachlässigt. Der super Gau ist, wenn sich eine Menge Kondenswasser im Zelt sammelt und beginnt herunter zu tropfen. Mit einer schlechten Durchlüftung wird es schon nach kurzer Zeit unangenehm heiß im Inneren.

Achte beim Zelt kauf auf folgende Punkte:

Doppelwandiges Zelt

Diese Empfehlung hatten wir schon weiter oben gemacht. Bei einem einwandigen Zelt sammelt sich das Kondenswasser direkt an der Innenwand. Du wirst also direkt nass, wenn du diese berührst. Bei einem doppelwandigen Zelt dient das Innenzelt als Puffer. Du kommst nicht direkt mit dem Kondenswasser in Berührung und das Innenzelt sorgt für ein kontrolliertes Ablaufen beim tropfen.

Anpassbares Außenzelt

Durch ein anpassbares Außenzelt lässt sich die Belüftung steuern. Hochgezogene Außenwände sorgen für eine bessere Belüftung, sind jedoch bei Regenwetter anfällig für Spritzwasser. In diesem Fall müssen die Außenwände wieder heruntergezogen werden.

Innenzelt verwenden

Bei heißem Wetter ist es empfehlenswert, nur das Innenzelt aufzubauen. Eine bessere Durchlüftung gibt es kaum, da man nahezu unter freiem Himmel liegt. Die Luft wird nur minimal durch das Fliegengitter abgehalten. Außerdem kannst du nachts den Sternenhimmel bestaunen.

Welches Zelt passt zu meiner Reise?

Zelt für eine Person

  • Zwei Personen Zelt
  • Wetterfest für jede Jahreszeit
  • Freistehend
  • Doppelwandig
  • Geringes Gewicht (1,5 - 2,5 Kilo)
  • Passt auf den Gepäckträger oder in eine Seitentasche

Zelt für zwei Personen oder ein Paar

Selbe Anforderung wie oben, bis auf:

  • Drei Personen Zelt
  • Das Gewicht kann etwas höher sein, da die Einzelteile auf zwei Räder verteilt werden können

Bikepacking Zelt

Für einen Bikepacker, der möglichst leicht und schnell vorankommen möchte und Abends gerne wild Campt gehört zu den oben genannten Anforderungen folgendes:

  • Unauffällige Farbe oder Camouflage Muster
  • Ultraleicht mit wenigen Einzelteilen
  • Alternativ ein Tarp oder Biwaksack/-zelt

Zelte für zwei Personen oder drei Personen?

Für eine Radreise zu zweit empfehlen wir ein drei Personen Zelt. Warum machen wir das? Weil es in einem zwei Personen Zelt schon mal enger werden kann, wenn die gesamte Ausrüstung mit hineinmuss. Auf langen Radreisen, die über mehrere Wochen oder Monate gehen, ist jedes kleine bisschen mehr an Platz purer Luxus.

Für allein Reisende, die weder Monate unterwegs sind, noch einen Partner an ihrer Seite haben, ist ein drei Personen Zelt viel zu groß und zu teuer. Je nach Art der Radreise empfehlen wir ein Biwakzelt, wobei dann alle Utensilien außerhalb des Zeltes bleiben. Ganz klassisch bietet sich jedoch ein Zelt für zwei Personen an. zwei Mann Zelte bieten ausreichend Platz für eine Person inklusive Ausrüstung. Häufig verfügen sie noch über weiteren Stauraum im Vorzelt. Bikepacker sind in guten Zelten vor Wind und Wetter geschützt, so dass sie sich von den Reisestrapazen erholen können. Durch Moskitonetze werden Insekten fern gehalten. Belüftungsöffnungen sorgen für ausreichend Frischluft Zufuhr, so dass es nicht stickig wird.

Achte darauf, dass du möglichst ein Ultraleicht Zelt mit geringem Packmaß auswählst. Diese verfügen über maximal eine Zeltstange, ein Innenzelt, ein Außenzelt und ein paar Heringe. Das war es. Die Stange sollte dabei möglichst klein einzuklappen sein.

Wurfzelt - Ein Wurf, ein Zelt

Wie alles gibt es zwei Personen Zelte heutzutage in schier endlosen Ausführungen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich sogenannte Wurfzelte. Diese bauen sich selbst auf, nachdem man sie auf den Boden geworfen hat. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass diese Zeltart schwierig zu transportieren ist. Zumeist ist das Packmaß sehr groß, da die Zelte Kreisförmig zusammengeklappt werden. Wer jedoch die Möglichkeit hat, ein solches Wurfzelt an seinem Drahtesel unterzubringen, der profitiert von einem schnellen Aufbau und geringem Gewicht. Siehe auch: PopUp Zelt

Zwei Personen Zelt - der Preis

Das Thema Preis ist ein ganz wichtiges. Hier gibt es große Unterschiede. Hochwertige Zelte kosten mehrere hundert Euro und bieten (meistens) eine hohe Qualität und viele Extras. Für den kleinen Geldbeutel gibt es jedoch schon Zelte für unter hundert Euro.

Günstige und einfache Zelte

Bei den günstigeren Modellen muss man Abstriche in Kauf nehmen und mit einer schlechteren Qualität rechnen. Diese Zelte eignen sich speziell für Fahrradtouren bei gutem Wetter oder kürzere Reisen. Natürlich kann man Glück haben und ein günstiges Zelt hält jahrelang. Die Erfahrung zeigt, dass die Qualität in den meisten Fällen mangelhaft ist. Wer jedoch sorgsam mit seinem Material umgeht, der kann mit diesen Zelten lange Spaß haben.

TIPP

Du wirst schnell merken, dass dein Zelt, vor Allem in den Morgenstunden, extrem feucht ist. Das kann von außen sein, beispielsweise durch Regen aber erst Recht durch Kondenswasser im Innenraum. Möchtest du früh aufbrechen, wird es die Sonne nicht schaffen, das Zelt rechtzeitig zu trocknen. Wir empfehlen dir, das Wasser mit einem Tuch trocken zu wischen, damit das Wasser nicht über den gesamten Tag mitgeschleppt wird. So bekommst du die Feuchtigkeit weitestgehend aus dem Zelt und verhinderst Schimmelbildung

Zeltarten

Kuppelzelt

Kuppelzelte weisen eine stabile und dennoch einfach Konstruktion auf. Dabei überkreuzen sich zwei Bögen aus Zeltstangen in der Mitte des Zeltes. Dadurch stabilisiert sich das Zelt selbst. Mit etwas Übung geht der Aufbau recht schnell vonstatten. Ein Aufgebautes Zelt bietet meist Platz für bis zu zwei Personen. Für Familien gibt es auch größere Ausführungen. 

Diese Zeltart bietet sich für Anfänger an. Durch seine Zweckmäßigkeit bietet es nicht viel Komfort. Darüber hinaus hält es jedoch Regen, Sonne und Wind stand. Es ist ideal für Radreisen oder kurze Aufenthalte auf Campingplätzen oder Festivals. 

Tunnelzelt

Den Namen hat diese Zeltart durch seinen röhrenförmigen Aufbau. Die Form sorgt auch für viel Platz und Höhe, wodurch einige Varianten auch stehend betreten werden können. Die Konstruktion des Zeltes ist durchaus simple, wodurch ein einfaches auf- und abbauen möglich ist. 

Zur Stabilisierung des Zeltes werden Zeltschnüre zum Abspannen verwendet. Diese werden am Gestänge an der Front- und Rückseite befestigt. Tunnelzelte sind sehr leicht und eignen sich deshalb gut für Radreisen. 

PopUp Zelt

Schneller aufbauen geht nicht. Ein klassischer Aufbau ist bei dieser Zeltart nicht nötig, da sich die Konstruktion von selbst aufstellt. Lediglich Spannseile müssen angebracht werden, so dass das Zelt gesichert ist. Der Abbau erfordert etwas Übung. Die Falttechnik ist aber noch ein paar Mal auch kein Problem mehr. 

Die Größe eines Pop-Up Zeltes ist vergleichbar mit der eines Kuppelzeltes. Dementsprechend bietet es Platz für bis zu zwei Personen. Aufgrund der unhandlichen Form, in zusammengefaltetem Zustand, sind die meisten Pop-Up Zelte nicht fürs Bikepacking geeignet. 

Biwakzelt

Es ist weder Biwaksack, noch ein Zelt. Das Biwakzelt steht ziemlich genau in der Mitte der Beiden. Es ist etwas komfortabler als ein Biwaksack, aber kleiner als ein Zelt. Ein aufgestelltes Biwakzelt besteht aus einem Kunstfasergewebe. Der schnitt ähnelt dabei dem des Biwacksacks, ist am Boden jedoch robuster gearbeitet. Zusätzlich wird am Kopf- und Fußende ein Gestänge-Bogen eingezogen, was den Hauptunterschied zum Biwaksack ausmacht. 

Man kann sich ein Biwakzelt vorstellen, wie einen aufgeblasenen Schlafsack. Für minimalistische Radreisen ist diese Art des Zeltens perfekt. Es ist schnell aufgebaut, verbraucht wenig Platz und kann fast überall verwendet werden. 

Was bedeutet Wassersäule bei Campingzelten?

Für Camper, die bei Wind und Wetter Zelten möchten ist es wichtig zu wissen, wie wasserfest das Campingzelt ist. In der Regel geben Hersteller die sogenannte Wassersäule an. Diese gibt Klarheit. 

Wassersäule = Wasserdichtigkeit

  • 0 bis 800 mm: wasserabweisend, nicht wasserdicht
  • 800 bis 5.000 mm: wasserdicht bei Regen. Hält keinen stärkeren Wasserdruck aus
  • 5.000 bis 15.00 mm: Hält Starkregen und verschiedenen Formen von Wasserdruck aus

Hersteller testen die Wasserfestigkeit, indem sie auf einen Quadratzentimeter Material eine Wassersäule stellen. Diese wird anschließend mit Wasser gefüllt. Nun wird gemessen, bis zu welcher Füllmenge das Material dem Wasserdruck standhält. 

Was musst du beim Aufstellen des Zelts beachten?

Beim Zeltaufbau gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten. Zuerst solltest du den Ort an dem du das Zelt aufbauen möchtest checken. Eignet sich dieser für eine Übernachtung? Schaue nach, ob die Stelle windgeschützt ist. Im optimalsten Fall ist die Stelle ebenerdig. Stelle das Zelt mit dem Eingang möglichst Richtung Südosten auf. Damit verhinderst du in den meisten Fällen, dass es hineinregnet oder zieht. Entferne vor dem Aufbau alle störenden Gegenstände (Steine, Äste) von der Stelle.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.